Zeitschrift Interne Revision

Hat sich das Berufsbild der IR in den letzten 5 Jahren verändert?

Neuauflage einer empirischen Untersuchung, Soll-Profil und Ausblick

Vor 5 Jahren ergab die Auswertung von Stellenausschreibungen der Internen Revision in Deutschland ein Berufsbild, welches überraschend wenig Risikoorientierung, dafür aber viel häufiger Englischkenntnisse und Reisebereitschaft als Hauptanforderungen an den modernen Revisor erkennen ließ. Vollkommen ungenannt blieben in den ausgewerteten Stellenausschreibungen berufsständische Anforderungen wie Objektivität, Loyalität, Termintreue, Zuverlässigkeit und die Verpflichtung zu permanenter Weiterbildung (= Continuing Professional Development). Insgesamt streuten die genannten 58 (!) Anforderungskriterien stark, so dass von einem uneinheitlichen, nicht standardisierten Berufsbild ausgegangen werden musste.

Da sich dieses empirische Ergebnis inhaltlich mit der von Prof. Dr. Lück in 1999 veröffentlichten Einschätzung im Wesentlichen deckte, wurde die Entwicklung des Berufsbildes der Internen Revision im Zeitraum 1999–2003 als „Seitwärtsbewegung“ eingestuft. Heute, 5 Jahre später, soll dieses Thema erneut aufgegriffen und zur Diskussion gestellt werden mit folgenden Fragestellungen:

– Hat sich das Berufsbild in den letzten 5 Jahren seit 2003 erkennbar verändert oder wieder nur „seitwärts“ bewegt?

– Als Reflexion auf die aktuellen empirischen Ergebnisse, aber auch basierend auf geänderten berufsständischen und gesetzlichen Anforderungen, der CBOK-Studie3 sowie eigenen Erfahrungen, wird ein „Soll-Profil“ des modernen Internen Revisors entwickelt, welches den ZIR-Lesern zur Diskussion gestellt wird.

– Ausblick: Welche Anforderungskriterien werden zukünftig wahrscheinlich noch mehr Gewicht erhalten?

Seiten 172 - 176

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZIRdigital.de/ZIR.04.2008.172