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Das Interne Kontrollsystem: Pflichtübung oder Steuerungsinstrument?
Ergebnisse einer aktuellen Studie: Deutsche Unternehmen geben ihrem Internen Kontrollsystem im Durchschnitt nur ein befriedigend
Finanzskandale der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, dass bestehende Interne Kontrollsysteme nicht in ausreichendem Maße in der Lage sind, Missbrauchs- und Schadenshandlungen in den Unternehmen wirksam zu verhindern. Die Gründe für das Scheitern sind vielfältiger Natur. Sie reichen von fehlendem Risikobewusstsein bei Führungskräften und Mitarbeitern über eine fehlende Transparenz als Basis für eine wirkungsvolle Überwachung bis hin zu einer mangelnden Ausrichtung der Kontroll- und Sicherungsaktivitäten auf die Schlüsselrisiken des Unternehmens.
In der überwiegenden Zahl der Fälle wird das Interne Kontrollsystem, das den regulatorischen Anforderun gen laut Bilanzrechts modernisierungsgesetz (BilMoG) oder Sarbanes-Oxley-Act (SOX) genügen soll, von den Unternehmen als Pflichtübung betrachtet. Die Potentiale, die ein Internes Kontrollsystem als Steuerungsinstrument bietet, z. B. im Hinblick auf die Steigerung von Effizienz und Effektivität von Prozessen, bleiben jedoch ungenutzt.
Angesichts dessen sowie des hohen personellen Aufwands für Dokumentation, Überwachung und Pflege der installierten Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen stellen viele Unternehmen das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Internen Kontrollsysteme zunehmend in Frage. Auch vor dem Hintergrund fehlender konkreter regulatorischer Vorgaben besteht eine hohe Unsicherheit, wie ein leistungsfähiges Internes Kontrollsystem ausgestaltet sein muss. Diese und andere sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Münchener Beratungsunternehmens Cirquent. Zielsetzung der Befragung war es, den Status quo in Bezug auf das Interne Kontrollsystem in den Unter nehmen festzustellen, Handlungsfelder zu identifizieren sowie aktuelle Trends und Entwicklungen aufzuzeigen.
Seiten 119 - 123
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.ZIRdigital.de/ZIR.03.2009.119
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